Insel Agathonissi

Die Tickets habe ich schon in Votsalakia bei Christos im Rhenia Tours Büro besorgt.

Er spricht perfekt Deutsch und stammt aus Holland.

Mit dem Leihwagen sind wir um 6.00 Uhr nach einem kurzen Zwischenstop in der Bäckerei aufgebrochen.


Nach 45 Minuten in Pythagorio angekommen waren wir noch im Hafen auf einen Frappe.


Die Fähre liegt draußen am Anleger bereit und pünktlich um 8.00 Uhr, nachdem auch der letzte Passagier (natürlich ein Grieche) die Fähre doch noch erreicht hat, legen wir ab.


Die Überfahrt verläuft ausgesprochen ruhig. Nur die Vibrationen der Motoren sind zu spüren.

In Agathonissi angekommen verlassen insgesamt nur ca. 10 Personen den Flying Dolphin.


Nach einem kurzen Rundblick im Hafen verlassen wir Agios Giogios auf der steil nach oben führenden Hauptstraße mit dem Ziel Mikro Chorio.


Nach wenigen Metern unser erster Halt. Die Dorfkirche steht zur Besichtigung an. Nachdem das erledigt ist, geht es noch immer mit dem gleichen Ziel weiter.

Die Straße führt sehr steil über mehrere Kehren nach oben. Nach ca. 30 Minuten sind wir im Ort, soweit man ihn so bezeichnen kann, angekommen.

Er besteht aus nur fünf oder sechs Häusern. Wir gingen noch ein Stück den Feldweg hinaus.

Hier wurden gerade auf 2 gegenüberliegenden Grundstücken die auf den Bäumen aufgehängten Ziegen zerlegt.


Dasselbe Schauspiel haben wir an diesem Tag noch drei- oder viermal beobachtet.

Dort dürften sich alle nur von Ziegen ernähren, hat doch die Insel nur 120-130 Einwohner.

Vom Ort aus sind wir noch auf den Hügel um uns die kleine Kapelle Agios Pantheleimon anzusehen.

Von hier aus bietet sich ein herrlicher Ausblick.

Noch schnell ein paar Fotos und dann geht es auch schon wieder abwärts.


Das nächste Ziel ist der Hauptort. Wieder ca. 30 Minuten brauchen wir um Megalo Chorio zu erreichen.

Wir gehen aber zunächst daran vorbei die Straße weiter aufwärts.

Von weitem sehen wir eine Bucht, beschließen aber umzukehren, da von der Straße kein Ende in Sicht ist und auch keine weiteren Häuser auftauchen.

Da die Straße hoch oben an der Küste entlang führt gibt es von hier einen sehr schönen Ausblick aufs Meer und eine weitere Bucht in welcher gerade ein Segelschiff ankert.


Auf dem Rückweg gehen wir jetzt in den Ort hinein.

Der Ort besteht aus ca. 15 Häusern.

Es gibt auch eine Taverne welche aber nur im Inneren Platz bietet, da es viel zu eng ist um im Freien Tische aufzustellen.

wir sehen uns noch die kleine Doppelkirche an.


Gleich daneben befindet sich der einzige Mini Markt der Insel.

Das Angebot ist spärlich aber es genügt den Einwohnern anscheinend.

Wir kaufen Wasser und zwei Getränkedosen und haben fast ein Problem unser Geld loszuwerden, weil sich zunächst niemand findet, bei dem wir hätten bezahlen können.

Nachdem das erledigt ist sind wir weiter den Ort abwärts.

Am Ortseingang, für uns der Ausgang, weil wir ja von oben in den Ort gekommen sind, befindet sich eine Schule und ein sehr schöner Kinderspielplatz.

Interessant wäre es zu erfahren wie viele Kinder hier zur Schule gehen.


Bemerkenswert ist auch wie viele Verkehrstafeln es hier gibt.

Hier wird vor Allem und Jedem gewarnt. Es gibt Schilder die auf Kinder hinweisen, genauso wie auf querende Tiere.

Auf den Schildern ist wie bei uns eine Kuh abgebildet.

Ich bezweifle aber, dass es auch nur eine einzige Kuh auf Agathonissi gibt.

Vielmehr sind damit die vielen Ziegen gemeint, die aber auch alle in umzäuntem Gelände gehalten werden.

Dann wären da noch die unzähligen Schilder zu erwähnen, die auf scharfe Kurven hinweisen und auch noch Parkverbote und 30 km/h Beschränkungen an Stellen wo eigentlich auf

Grund der steilen Straßen auch kaum mehr möglich ist.


Ansonsten ist zu den Straßen auch noch zu bemerken, dass sie sehr gut erhalten und teilweise auch mit gepflasterten Gehsteigen versehen sind,

auch dort wo keine Häuser sind.

Entweder hatte man geplant dort Häuser zu bauen oder die Insel wurde mittels EU-Projekt und Förderung zur Verkehrssichersten Insel erklärt.


Wieder in Agios Giorgios angekommen sind wir in der Taverne Seagull eingekehrt. Für zwei Mythos, einen warmen Vorspeisenteller, einen Oktopussalat, ein Mousaka und zwei Cafe

Frappe haben wir 28,- Euro bezahlt. Jannis, der Wirt, spricht ausgezeichnet deutsch.


Anschließend sind wir dann noch die Piste, die gleich am Hafen beginnt in die nächste Bucht gegangen (ca. 10 Minuten) um sie uns noch anzusehen.

Der Strand besteht aus grobem Schotter. Einige wenige Badende waren auch da.


Da wir dann auch wegen der großen Hitze nicht mehr weiter wollten und auch keine lohnenden Ziele mehr in der näheren Umgebung vorhanden waren,

haben wir uns im Hafen gleich beim Fähranleger in das Cafe gesetzt.

Dort haben wir dann die ankommenden und abfahrenden Schiffe beobachtet.

Zum Teil Segelschiffe, aber auch schöne große Motorjachten auf denen es sich schon gut leben lässt. Alle wollten sie am Pier festmachen.

Da aber auch eine Stelle für die Fähre frei gehalten wird, mussten einige in zweiter bzw. dritter Reihe festmachen.

Manche haben auch frei schwimmend geankert und andere sind einfach weitergefahren.


Die lange Wartezeit auf die Rückfahrt haben wir uns dann noch mit Tavli spielen verkürzt.

Der Abfahrtszeitpunkt ist erreicht, die Passagiere finden sich ein aber es kommt keine Fähre.

Mit halbstündiger Verspätung erreicht sie Agathonissi doch noch und es geht diesmal nicht mehr so ruhig aber doch noch recht angenehm zurück nach Pythagorio.


Manfred


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